Die Reise zum verlorenen See

Last Revised: : 1.78 : 2006/05/04 21:11:46 - ein Bericht von Andreas Haack
Der verlorene See ~Huaret Richet~ N 32 ..... E 9 ..... Brot backen wie die Beduinen Sand schaufeln Sonnenuntergang shadow
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Im zweiten Gang mit ordentlich Gas gilt es die sieben Meter Weichsand der Luvseite zu meistern dann ein Absatz - Sperren rein und der Wagen zieht langsam über die Kuppe. Man muss hier fast zum stehen kommen und dann schnell schauen und entscheiden: geht es fast senkrecht die Leeseite hinunter oder nach rechts mit Schräglage oder nach links. Dann beginnt die Prozedur von vorne und es gilt es wieder Anlauf zu nehmen für die nächste Kuppe. Sperren sind hier Gold wert. Ich muss den Wagen bei Laune halten, immer über 3000 U/min und soviel Gas geben das man auf der Kuppe fast zum stehen kommt. Zuviel Schwung und man fliegt über die Dünenkuppe und kracht mit einen kräftigen Satz in den Sand oder überschlägt sich sogar. Zu wenig Schwung und man bleibt stecken. Die Dünen sind hier hügelig es geht ständig auf und ab mit steileren Passagen wenn man einen Dünenkamm überwinden muss.

Es empfiehlt sich Lüftungsschlitze abkleben und einen Filter wie er für Küchendunstabzugshauben benutzt wird über Lufteinlass zu befestigen. Das verhindert zwar nicht das Sand in den Wagen gelangt aber das Sand in die Lüftungskanäle und der Lüfter bleibt heil. Bei mir war es täglich eine Tasse Sand die so nicht in die Lüftung gelangte.

Wir, das sind 8 Toyotas, ein Nissan Patrol, ein Dodge und mein Mercedes G, sind mit 23 Personen unterwegs in dem Dünengebiet der Sahara in Südtunesien, einem Ausläufer des Erg Orientale von Algerien und sind auf dem Weg zum wenig bekannten verlorenen See Huaret Richet nahe dem Sperrgebiet. Die Reise ist organisiert von den Saharaexperten des sahara-team.ch die drei Mal jährlich in Saharareisen anbietet. Sie kennen die Gegend wie ihre Westentasche und bereisen seit 30 Jahren die Sahara. Die Reise wird mit Sattelitenkarten sorgfältig geplant.

Wenn gar nichts mehr geht kommen die Sandbleche zun Einsatz Skaraba Ein G im Sand Der zunehmende Mond zeigt sich kurz mit einer feinen Sichel die fast waagerecht steht shadow
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09-04-2004

Wir legen 498 km nach Genua zurück. Bei 5C und Regen übernachten wir in einer Scheune in Genua und möchten gleich wieder umdrehen.

10-04-2004 und 11-04-2004

Tunesiens Flagge Camping nahe ~Gafsa~ Bananen Stauden Der Wu shadow
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Gegen 11:00 Uhr kommen wir am Hafen in Genua an und reihen uns in die Warteschlange für die Fähre nach Tunesien ein. Der Fuhrpark gleicht einem arabischen Basar. Die Wagen und der Dachgepackträger sind meterhoch beladen, Kühlschranke auf der Heckscheibe plaziert und am Heckspoiler fixiert. Die andere Hälfte besteht aus Geländewagen. Toyotas, Patrols, Gs, Landrover, Unimogs, Pinzgauer. Pickups mit Wohnkabine, Dachzelte. Hier kann man Ideen sammeln und auch viele Fehlkonstruktionen bestaunen, wie zum Beispiel die zwei Reserveräder die an der Hecktür übereinander montiert worden sind. Pünktlich verladen wir unsere Fahrzeuge und verlassen den Hafen um 17:00 Uhr. Die Carthage ist eine RoRo - eine Roll on Roll off - Fähre mit drei Fahrzeugdecks. Wir beziehen unsere Erste-Klasse Kabinen. Nach dem Abendessen um 18:30 kann man an Bord bereits die Einreiseformalitäten erledigen. Bei der Passkontrolle habe ich habe Glück und komme gleich als erster dran. Lange schaut der Beamte meine Visa und Stempel an fragt mich immer wieder woher dieses oder jenes Visa ist, denn man darf keine Stempel aus Israel, Taiwan und Südafrika im Pass haben - dann wäre die Reise hier bereits zu Ende.
Nun muss man das Fahrzeug deklarieren. Ich Stelle mich einfach zu unserer Gruppe und stehe so wieder vorne. Man füllt ein Formular aus und bringt Card Grise - den Fahrzeugausweis, die grüne Versicherungkarte und den Pass. Das Fahrzeug wird in den Pass eingetragen und schon sind die Formalitäten erledigt. Sacha hat weniger Glück. Er hat seien Fahrzeugausweiss zum abheften gelocht. Der Beamte behauptet er hätte ihn damit entwertet und er könne so nicht einreisen. Ausserdem fehle sein zweiter Vorname auf der Vollmacht. So geht das nicht meint der Beamte. Corinne, Sacha 's Freundin, beschwichtigt ihn und erklärt das sie das Dokument gelocht hat. So hat dann alles noch einen guten Ausgang.
Die See ist spiegelglatt und ich schlafe hervorragend. Um 14:30 am folgen Tag kommen wir in Tunis am Hafen an. Um 15:00 Uhr fahren wir von Deck und werden vorbildlich in 15 min abgefertigt. Wir tanken billigen tunesischen Sprit und fahren um 15:45 Uhr weiter Richtung Süden. Nach 327 km schlagen wir um 21:00 unser Nachtquatier auf.
Tanken:
  • Super 95 kostet 0.770 TUD das sind 0.52 EUR pro Liter
  • Diesel kostet 0.60 TUD das sind 0.40 EUR pro Liter
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12-04-2004

In der Nacht friere ich und mit 8.2C ist es morgens recht kühl. Am Tag steigt die Temperatur dann aber auf angenehme 35C. Wir besichtigen einen Wasserfall an dem lauter nervige Souvenierverkaüfer sich rumtreiben. Einer fraget ob ich nicht ein Souvenir aus der Schweiz für die Kinder hätte: "Whisky - du verstehst schon". Ich verstehe und gehe weiter. In Tunesien hat jede Kreuzung seinen Polizisten. Als Tourist wird man aber nicht angehalten. Heute scheint aber eine Rallye statt zu finden und es gibt noch mehr Polizisten die dann prompt den Verkehr anhalten damit wir durch können. Wir besichtigen dann noch den Wüstenzoo in Tozeur und campen schliesslich gegen Abend an einer einsamen Stelle.

13-04-2004

Die Fahrt nach ~Douz~ u Kinder im Sand Nicole unsere stolze Kamelreiterin ... im Chech. shadow
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Auch diese Nacht war es wieder kühl - 11 hatte es am Morgen um 6:45. Heute werden wir die Strassen verlassen. Um 13:45 verlassen wir Douz und 30km weiter die Strasse. Wir schalten das letzte mal in den Strassengang. Ab jetzt bestimmt le Sable - der Sand unser Leben. Er ist überall, verteilt sich im ganzen Auto, Nachts wird er vom Wind ins Bett geweht und abends ins Essen. Wir fangen langsam mit niedrigen Dünen an und steigern uns. Trotz aller Befürchtungen klappt alles gut. Der Wagen hält was er verspricht. An der ersten Weichsandstelle bleibe ich stecken. Ich senke den Luftdruck auf 1.2 Bar und weiter geht es. Daniel mit seinem HDJ 80 Land Cruiser hat seine Frau und drei Kinder mitgebracht. Für die Kinder ist die Sahara der grösste Sandkasten der Welt. Tanja feuert ihn immer an : "Mehr Gas, dort hoch". Wir sind heute 177 km gefahren.
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14-04-2004

Roter G im gelben Sand shadow
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Die Piste ist verweht und über die flachen Dünen erreichen wir den Brunnen Bir el Hafater. Einige Beduinen tränken dort gerade ihre Kamele. Nicole und die Kinder dürfen reiten - eine Gaudi. Als Dankeschön gibt es eine Dose Apfelmus für die Beduinen.
Weiter geht es über eine pistenartige Strecke. Wir fahren hier 50 km/h im 3. Gang. Das letzte mal für lange Zeit. Gegen 14:00 h beginnen die richtige Dünen. Ab jetzt geht es nur noch im Schrittempo voran. 35 km am Tag. Fahren und gelegentlich schaufeln ist angesagt. Besonders die langen Radstäde setzen gern auf der Kuppe auf. Christian vom sahara-team.ch hat die Route mit Hilfe von Sattelitenkarten so gewählt das wir häufig auf den Dünenkämmen fahren können. Dort hat man die Übersicht und muss nicht so häufig steigen. Man muss die Geschwindigkeit so wählen das man gnügend Schwung hat um die Kuppe oder den Absatz zu passieren. Hat man zuviel Schwung kracht man unkontrolliert über die Kuppe, bei zu wenig Schwung bleibt man stecken. Dann geht es Rückwärts, nochmals Anlauf nehmen oder schaufeln und bergen.
Gegen 16:30 Uhr campen wir. Es herrscht starker Wind. Sand ist überall und es will keine rechte Urlaubsstimmung aufkommen. Wir essen. Ueli verbrüht sich am heissen Kochwasser. Wir sitzen noch bis 21:00 Uhr am Lagerfeuer. Man mag ja denken das die Wüste einfach leer ist. Das ist aber gar nicht der Fall. Es gibt doch immer wieder Vegetation. So findet man immer wieder auch vertrocknetes Holz was wir zu einem bescheidenen Lagerfeuer nutzen. Wir sind heute 47 km gefahren.
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15-04-2004

Havarierter HZJ78 Der Regen hat 10 cm Sand durchweicht und macht die Du Gabi's kreativer Schutz vor der sengenden Hitze Meine Camping-Ku shadow
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Wahnsinn: Ich schrecke Nachts auf! Das Zelt biegt und windet sich im Sandsturm. Immer wieder entstehen kleine Lichtblitze durch statische Elektrizität wenn die Sandkörner wie Geschosse auf mein Zelt treffen. Der Wind fegt derart durch das Zelt so dass ich glaube das Überzelt sei weggerissen worden. Wo ist mein Wagen? Hat der Sturm das Zelt während des Schlafs wegedriftet. Das kann doch nicht sein! Ich habe kein Wasser nur Licht denke ich noch schlaftrunken. Ich mache Licht und alles ist noch an seinen Platz.
Dann regnet es die halbe Nacht. Ich halte den Kopf aus dem Zelt. Eine Dusche ist jetzt angenehm um den ganzen Sand aus den Haaren los zuwerden. Am Morgen hat sich die Wüste in eine Mondlandschaft verwandelt. Alle Kuppen sind Rund. Ich stampfe auf, ich springe und sinke keinen Millimeter ein. Der Sand ist hart wie Beton. Hier werden wir wie auf der Autobahn fahren. Wir fahren wie auf der Piste auf dem regennassen Sand. 10 cm ist er durchnässt. Wir kommen zügig voran. Gegen Mittag sind wir beim Berg Tin Souane . Wer mag besteigt ihn. Es geht über das Dünental zügig voran. Nun gilt es einen hohen Dünenkamm zum nächsten Dünental zu passieren was sich schwierig gestaltet. Alle versuchen es an verschieden Stellen. Für die schwach motorisierten Fahrzeuge finden wir schliesslich einen flachen Durchstieg. Da fährt ein HZJ78 leichtsinnig nahe an der Dünenkante. Alle rufen ohne Erfolg und er rutscht immer mehr ab - gerät immer mehr in Schräglage und rollt die Flanke herunter und überschlagt sich anderthalb mal. Die Umstehenden kommen herbeigeeilt. Dem Fahrer ist zum Glück nichts passiert aber der Wagen liegt auf der Seite. Wir schaufeln eine Fläche und bergen ihn. Im Filter befinden sich Ölspuren. Die werden gereinigt. Es entstand so nur Blech- und Glassschaden. Es herrscht eine bedrückende Stimmung. Werden wir weiterfahren können? Wird der Motor laufen? Wir bleiben dann gleich hier und schlagen unser Nachtlager auf. Am Abend backen wir Brot nach Beduinenenart im Feuer. Wir sind heute 28 km gefahren.

Havarierter HJ78 shadow
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16-04-2004

Ein Bewohner der Wu Oopss Eine Sandviper Bei zu niedrigem Druck von 1 Bar lo shadow
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Die Sahara gibt sich unwirtlich. Der leichte Sandsturm am morgen lässt die Zelte tanzen und wegfliegen. Heute beginnt die schwierige Etappe, denn wir müssen nun neun Dünenkämme queren um zum See zu gelangen. Wir bilden zwei Gruppen mit je fünf Fahrzeugen um den Problemen vom Vortag zu begegnen. Unsere Gruppe wird von Christian geführt. Vor mir fahren Nicole und Vreni im schwarzen Nissan Patrol. Christian navigiert nach Sattelitenkarten sucht immer die besten Übergänge. Die schwach motorisierten Fahrzeuge haben immer Probleme mit den Steilhängen. Der Patrol schafft Steigung auch nach fünf Versuchen nicht und Christian sucht einen anderen Weg. Nach einer Steigung versetzt es den Patrol schräg und er bohrt sich in den Hang. Wir schaufeln und ziehen ihn dann frei. Wir müssen bei 40C immer Wasser trinken. Ein Reifen ist abgerutscht und wir pumpen ihn mit den Kompressor wieder auf. Nun stellt sich heraus das die Stossstange durch den Aufprall verbogen ist und man nicht mehr lenken kann. Wir richten Stossstange indem wir sie mit dem Bergegurt ziehen. Christian verliert eine Mutter vom Stabilisator, und bei Patrick ist per Zufall der Sitz mit einer solchen befestigt. So lässt sich das Problem beheben. Das Quad was hier von Michael gefahren wird und als Kommunikations- und Verbindungsfahrzeug dient hat einen Defekt an der Benzinversorgung, der sich aber beheben lässt. Abends läd Christian zu einem Appero ein. Wir sind heute 20 km gefahren.

Camping in der Wu shadow
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Man mag glauben das man in der Wüste nur Trockenbrot mit Wasser speisen kann. Auf jeden Fall muss man für Tage und Wochen Lebensmittel mitführen. Einfrieren ist keine Lösung. Seien Kompressorkühlschrank nutzt man besser für ein kühles Bier und etwas Butter. Es gibt Heute fertig zubereitete Gerichte und Aufschnitt der nicht gekühlt werden müssen. Zu Beispiel geschnetzeltes nach Züricherart aus dem Mosaik Programm von Migros oder Dosensuppen. Als Sättigungsbeilage eignet sich Kartoffelstock dem man nur noch Wasser zugeben muss oder Rösti was allerdings recht viel Energie zum Braten benötigt. Weiterhin gibt es Nudeln und vorgekochten Reis. Als Dessert gibt es von Nestle Schoki- und Vanilleputting in Konserven ebenso wie Fruchtsalat, Graipfruit. Brot kann man als Knäckebrot, Dosenbrot mitnehmen oder man backt nach Beduinenart am abendlichen Lagerfeuer selber, allerdings mit der Backmischung. Als Belag gibt es konservierten Fleischkäse oder Fischkonserven und in Schutzatmosphäre verpackte Wurst. Kunststoff sowie Konserven verbrennt man übrigens und nimmt die Blechreste wieder zum entsorgen mit.
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17-04-2004

Der verlorene See ~Huaret Richet~ N 33 ..... E 9 ..... Schutz vor der sengenden Mittagssonne Wir treffen Nadezhda und Pushemu o' Polo die ersten Ba Nicole meistert die Du shadow
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Um 8:15 ist Abfahrt.
Das sahara-team.ch legt die Route mit einer Sattelitenkarte fest und versucht möglichst auf den Dünenkamm zum See zu gelangen. So müssen wir die neun Dünenkämme doch nicht queren. Es ist dennoch eine interessante Strecke mit einigen anspruchsvollen Passagen. Um Elf Uhr ist der See Huaret Richet in Sicht. Die Stimmung steigt. Nun ist Baden und Sonnen bei angenehmen 30C angesagt. Einige Baden an der Warmen Quelle. Wir geniessen die Ruhe und relaxen am Wasser. Ich repariere meine leckende Luftmatratze, nehme aber Rudis Kompressor in Anspruch, denn dort dauert das pumpen nur 5 Minuten nicht 25. Und Wäsche wird gewaschen. Abends fahren wir ein wenig Weg vom See damit das Getier tränken kann. Wir sind heute 13 km gefahren.

Beduinen am See ~Huaret Richet~ shadow
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18-04-2004

Ein paar Schaufeln Sand und Christian ist schnell wieder frei Beschenkte Beduinen freuen sich: Die Wu Matthias mit dem Dodge bei der Steilabfahrt shadow
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Morgens taucht ein Beduine auf, begrüsst uns und fragt nach Ma - Wasser - Ueli gibt ihm einen Liter Annanassaft, Christian eine Dose Fruchtsalat. Er zieht überglücklich ab. Wir fahren noch mal zu den Beduinen an den See und sie bekommen Schuhe und T-Shirts. Die zwei verabschieden uns mit einem herzlichen Schukran und Gott segne euch und vielen Dankeswünschen. Schliesslich fahren wir Richtung Abschlussdüne es geht über viele keine Dünen in den Tälern und immer wieder queren wir grössere Dünenkämme. Nach einigen Tagen Sandfahren geht es nun zügig voran und das fahren macht riesig Spass. Einige längere Passagen die komplett aus weichen Sand bestehen sind zu meistern. Mit der richtigen Beschleunigung und gelegentlichem Einsatz aller Differentialsperren schaffe ich mit Leichtigkeit die Kuppen und ich fühle mich sicher. Wir packen einen Baumstamm fürs abendliche Lagerfeuer ein aus dem dann eine Echse in Sacha 's Hilux entschwindet und sich im Schatten des Wagens wohl fühlt. Sie wurde nicht mehr gesichtet. Es ist angenehme 37.5 C. Ab Nachmittag kommt ein weiterer Sandsturm auf. Um 16:00 beschliessen wir das wir keine Lust haben im Sturm zu campen und beschliessen bis zu Campingplatz Ain Essebat weiter zu fahren. Zügig kommen wir voran. Schliesslich passieren wir die Abschlussdüne auf der wir eigentlich übernachten wollten. Dann geht es noch 10 km über die Piste. Wir entscheiden das wir die 10 km auch mit reduziertem Luftdruck schaffen. Dann meint Rudi aber unbedingt Luftpumpen zu müssen und verzögert die Gesellschaft zum Ärger mancher um 20 Minuten. Um 19:45 Uhr erreichen wir schliesslich das Camping. Wir dürfen im Saal der mit Teppich ausgelegt ist kochen. Alle sind glücklich. 5 TUD kostet die Übernachtung pro Nase. Die Sanitäranlagen sind ungewöhnlich sauber und es ist eine Wohltat nach Tagen in der Wüste zu Duschen und im Swimmingpool zu baden.
Die meisten Teilnehmer sind müde und gehen früh schlafen. Ueli und ich reden noch bei einigen Pastice über alte Zeiten bis spät in die Nacht. Gegen 2:00 Uhr gehen wir ins Bett. Ich schlafe das erste mal gut. Wir sind heute 86 km in 11 Stunden gefahren.
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19-04-2004

Das Baden in der heissen Quelle in ~Ksar Ghilane~ ist ein Genuss Camping in Abdullahs Garten in ~Ksar Ghilane~ Benzin und Diesel gibt es in ~Ksar Ghilane~ vom Fass Plausch am Lagerfeuer shadow
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Morgens macht sich jemand mit einem Ölkännchen an unserem Quad zu schaffen und schmiert die Kette. Er möchte wahrscheinlich als Gegenleistung einmal fahren. Wir machen ihm aber klar das wir gar nicht begeistert sind, denn an einer geölten Kette bleibt der Sand kleben und zerstört den Antrieb. Um 10:30 brechen wir auf und fahren die 17 km über die Piste nach Ksar Ghilane. Wir erreichen Abdullahs Palmengarten und bauen unser Camp auf und relaxen. Am Nachmittag baden wir in der heissen Quelle im Zentrum der Oase und geniessen die heisse Sonne und kalte Getränke. Wir sind fast die einzigen hier und können die Ruhe geniessen.


20-04-2004

Fu Sebstportrait Christian und Regula Tanja beim Sonnenuntergang shadow
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Abdullah hat für uns Brot gebacken was uns vorzüglich zum Frühstück schmeckt. Da wir wegen des schlechten Wetters früher zurückgekehrt sind beschliessen wir nicht direkt nach Gabes sondern über die Dünen nach Douz zu fahren. Alle anderen Fahrzeuge denen wir begegnen benutzen eine der zwei südlichen Pisten und sind nicht schneller als wir. Den letzten Tag Sand wollen alle ausnutzen und beginnen zum Ärger einiger frei zu fahren. Nach einigen Tagen Sandfahren klappt es richtig gut. Patrick fährt die ungewöhnlich steile Leeseite einer Düne zu heftig ab, was dazu führt das sich sein Holm und die ganze Front verbiegt. Ein letztes mal campen wir in den Dünen was mit einem schönen Sonnenuntergang belohnt wird. Die feine Sichel des Mondes zeigt kurz vor dem glutroten Hintergrund des Sonnenuntergangs. Wir sind heute 40km gefahren.

21-04-2004

Gegen 9:00 starten wir. Ein letztes mal schalten wir in die Untersetzung. Wir fahren die letzten 5 km Dünen und kommen dann am Brunnen Bir Haj Brahim (N 3315.338' E 915.202') an. Hier beginnt die 30 km lange Piste nach Douz. Es geht gleich los mit furchtbarem Wellblech. Das ist eine endlose Folge von kleinen Wellenbergen und Wellentälern. Der Wagen wird furchtbar durcheinandergeschüttelt. Aus Sorge ums Auto fahre ich 35 km/h andere brettern mit 70 oder gar 100 km/h durch die Landschaft. Dann bemerkt man die Vibrationen nicht so, da das Auto von Wellenberg zu Wellenberg springt. Für den Wagen ist die Belastung extrem. Das Wellblech ist auf der Hauptpiste am stärksten. Klar, dass sich viele ihre eigene Spur suchen. Vor Douz treffen wir auf eine Teerstrasse. Es ist ein unbeschreiblicher Genuss über den Asfalt zu schweben. Nach dem Tanken und Brotkauf fahren wir nach Matmata. Die Landschaft ist eigentümlich karg und es übt eine Fastination auf mich aus bei arabischer Musik durch die Natur zu gleiten. Von Matmata kann man das Meer schon sehen. Wir fahren die 34 km zum Strand von Gabes der diesmal grausig mit Müll überseht ist. Wir errichten das Nachtlager. Ein Skorpion läuft zwischen unseren Füssen worauf wir lieber festes Schuhwerk anlegen. Der zunehmende Mond zeigt sich kurz mit einer feinen Sichel die die fast waagerecht steht. Wir essen und zum Nachtisch gibt es Birne Helene wozu mich Roger heute einläd. Es beginnt wieder ein starker Wind und es ist unangenehm. Ich habe keine Lust auf einen weitere Nacht im kalten Zelt zu verbringen wo der Sand durchfegt und verkrieche mich ins Auto. Ich schlafe trotz der Enge auf den Vordersitzen erstaunlich gut.
Bei den meisten Wagen ist Sand zwischen die Reifen und Felgen gekommen und sie verlieren ständig Luft. Ich habe keine Probleme mit den Reifen. Heute sind wir 203 km gefahren.

22-04-2004

Wu Sonnenuntergang Lehm Silo in ~Matmata~ Pauschalturistenhotel Lido in ~Nabeul~ shadow
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Heute ist Reisetag. Bei schönem Wetter fahren wir die 277 km nach Nabeul wo wir uns im 4 Sterne Hotel unter all den Pauschaltouristen einquartieren. Hammannet und Nabeul ist ein Kontrast zwischen moderne und arabischen Tradition. Zwischen all den Krämerläden hängen immer wieder grosse Billboards mit schönen arabischen Frauen die für Windeln, Schokolade, Mineralwasser werben. Auch die Mengen von Läden die mit alten römischen Amforen die auf Touristen abzielen fällt ins Auge. Einer fragt auf dem Hotelparkplatz wie wir denn unser Auto hierher kommt, ob wir es im Neckermann-Flugzeug mitgenommen hätten.
Mein Verbrauch:
  • 1 rolle Toilettenpapier pro Woche
  • 0.5 l Spiritus füe den Kocher pro Woche
  • 10 l Brauchwasser pro Woche
  • 27 l Sprudel in 10 Tagen
  • 40 l Benzin pro 100 km im Sand







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